Samstag, 18. August 2007
Wann ist endlich richtig Norwegen?
Wenn man so aus Deutschland unsere Website durchliest, denkt man glatt, das läuft ja wie am Schnürchen bei den Zweien.
Weit gefehlt, denn in der Zeit, in der Sonne die Landschaft genießt, arbeiten geht, sich über den Namen des norwegischen Busunternehmens alterriert und den Regen beim Sport genießt, muss ich in Deutschland von Pontius zu Pilatus laufen und fragen mich die ganze Zeit: “Wann ist endlich richtig Norwegen?”
Wie lange noch??? Ich will da auch endlich hin *kningel*
Darum dachte ich mir, jetzt muss ich aber auch mal was darüber schreiben, wie wichtige die Vorbereitung und Organisation für so einen verrückten Umzugsplan ist. Und das auch hier nicht alles klar geht und erledigt ist, wenn man denkt, es ist doch alles bestens vorbereitet. Aber wie sagte schon J. Lennon: “Das Leben ist das, was passiert, während man gerade andere Pläne macht!”.Jo, nun sitze ich hier also zwischen den ersten Umzugskartons und grübel’ noch immer über der Prioritätenliste, was muss nun wirklich mit nach Norge und was findet den Weg auf die Müllkippe. Oder ich setzte Schreiben auf, um all denen, die es wissen müssen, mitzuteilen, was sich bald ändert (insb. den deutschen Behörden) nur damit die mich mit noch mehr Briefen und Fragen quälen. Renne herum um Dinge zu besorgen, die da noch gebraucht werden und in Norge zu teuer sind, schreibe Umzugslisten für den norwegischen Zoll und … organisiere, organisiere und organisiere.
Nun muss ich ja nebenbei noch ein wenig Arbeiten und dort ist gerade so einiges los. Das neue Ausbildungsjahr beginnt und da steht ebenfalls Bürokratie und Organisation in Potenz an. Und waren es gerade noch 3 neue Gruppen (insgesamt 37 Jugendlichen) die vorbereitet werden müssen, sind es nun 7 plus die Gruppen die schon mitten in der Ausbildung sind, denn mein Kollegin ist plötzlich krank geworden und nun ist es noch mehr Arbeit. Und da glaubt auch noch die halbe Belegschaft, ich mach mich die letzten Tag doch nicht mehr tot! Unglaublich!
Und zu Hause wird es ja dann auch nicht ruhiger. Nein, da wird man noch genervt, von 1000 Nachfragen der lieben Bürokratie und das Arbeitsamt muss man auch noch anflehen, dass man hier weg darf. Kaum zu glauben aber wahr. Die müssen meinem Umzug zu stimmen und das ist gar nicht so einfach. Wenn man in Deutschland vermittelbar ist, darf man hier nicht so einfach weg. Aber mit viel Reden und netter Unterstützung haben wir auch diese Hürde überwunden. Jetzt darf ich offiziell ausreisen und muss kein zweites Mal aus meinem Heimatland fliehen.
Aber auch mit den norwegischen Behörden hatte ich schon Kontakt. Da ich meinen pädagogischen Abschluss in Norge anerkennen lassen muss, ein Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen muss, kamen noch einige Weg zu den bereits geplanten hinzu. Natürlich muss das alles auch noch nicht ganz kostengünstig übersetzt werden. Ja und wenn die Norweger dann nicht wissen, warum ich meinen Studienort von Chemnitz nach Leipzig gewechselt haben, muss man auch noch mal was schicken… in der Hoffnung, dass sie jetzt endlich wirklich alles von mir haben.
Ihr seht, hier ist die Rennerei und Organisiererei groß … und wenn da nicht ein paar helfende Hände und liebe Freunde wären, die das ganze super toll finden und mir das Alleinsein hier vertreiben, dann hätte ich schon eine Krise bekommen.
Wie viel Tage sind es noch? … wann ist endlich richtig Norwegen?

Armes Nadinchen!
Diese Behörden und dieser Behördenkram! Ich stehe dir jederzeit zur Verfügung, dass weiß du ja! ich wollte dich nur nicht nerven! Ich wusste garnicht, dass das Arbeitsamt so ein Problem daraus macht? Musst du mir noch mal genauer erläutern. Bis morsche in der Früh!
Jenny
hallöchen, sei nicht traurig zwiebel – bald hast du´s geschafft und kiri demnächst ebenso.
grüße aus h´stein
Hallo, Zwiebel, weine nicht, die Umzugskartonstapel nehmen doch rapide zu und das ist ein gutes Zeichen. Bald ists geschafft. Viel Spaß beim Einpacken aller Restbestände.
E+H Lindenau