Montag, 17. September 2007
Thema: Zeitverschiebung
Oft wurden wir gefragt – Gibts da ‘ne Zeitverschiebung? Antwort: NEIN, zumindest nicht offiziell. Schließlich liegt Norwegen in der gleichen Zeitzone wie Berlin.
Dass die Uhren hier dennoch ein bisschen anders gehen, wußten wir ja schon. Doch im Alltag zeigen sich dann doch noch ein paar mehr Besonderheiten. Nicht nur, dass es Mittag erst zur Abendzeit gibt … Lunsj gibts zwischen 11 und 12 … Mittag so zwischen 17 und 19 uhr und dann später so gegen 21 Uhr Abendbrot. Zum Lunsj gibts eigentlich immer Maatpakke … aber davon hab ich bisher nur gehört. Das sind belegte Schnittchen, welche zu Türmen gestapelt in Papier eingewickelt dann zur Mittagszeit ausgepackt und kollektiv verputzt werden. Aber bei mir im Büro gibts keine vorgeschmierten Brote, denn ENSIGN stellt täglich die Lunsj-Zutaten, Brot, Wurst, Käse, Thunfisch, Majonaise, Gemüse und Butter (smør). Gegessen wird dann aber auch gemeinsam.
Das Abendbrot bzw. Middag ist dann das Hauptgericht warm und reichlich. Das fällt uns ja eigentlich nicht wirklich schwer nur an die Bezeichnung müssen wir uns noch gewöhnen.
Was auch etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind Öffnungszeiten von Ämtern und Behörden (bis maximal 15:00 Uhr), aber das hatte ich ja bereits erwähnt – sehr schön für die Bediensteten, aber oftmals schwierig für die Kunden. Alles andere als angestelltenfreundlich sind dagegen die Öffnungszeiten in den Lebensmittelgeschäften – die sind wochentags meist bis 22 und samstags bis 20 Uhr geöffnet. Was wiederum spannend ist, dass des richtige Fernsehprogramm erst um 21:30 (also nach dem Abendbrot) beginnt. Da kommen dann die ganze Woche über die Blockbuster und Serien … allerdings alles im Original sprich Englisch, Französich, Schwedisch, Dänisch oder eben Deutsch (Kommisar Rex oder letztens Der Untergang). Für uns ist diese späte Anfangszeit eher unpraktisch denn meist erleben wir das Ende nicht …
In diesem Sinne God natt

Die Daumen haben wir gedrückt und wie ists gelaufen?