Samstag, 22. Dezember 2007

SÅ er det Jul hos ENSIGN

Es war einmal zur Weihnachtszeit in einer kleinen Stadt in Norwegen – eine Stadt direkt am Meer und mit vielen winzigen Gassen und Holzhäusern. Dort versammelten sich jeden Tag bei Einbruch der Dunkelheit größere Gruppen von Menschen in edlen Gewändern um gemeinsam in eines der zahlreichen Wirtshäuser zu ziehen und dieses erst viel viel später leicht wankend, aber fröhlich wieder zu verlassen.

Es ist die Zeit der Julebords in Norwegen. Wenn kurz vor Weihnachten die Unternehmen der Region mit all ihren Angestellten das Jahr feuchfröhlich ausklingen lassen. Zumeist geht es wie beschrieben ins Restaurant um dort fürstlich zu dinnieren und kräftig zu trinken. Aber es soll auch Firmen geben, welche mal eben mit den Angestellten zum Weihnachtsshopping in eine der großen europäischen Hauptstädte fliegen.

Am vergangenen Donnerstag war es dann auch in unserer kleinen erfolgreichen Agentur soweit … J-U-L-E-B-O-R-D-!-!-!

Doch wir sind weder zum Weihnachtsshopping noch zum Restaurantbesuch aufgebrochen. In unserem Falle kam das Restaurant zu Besuch. Terje (der eine Chef) hatte in sein Haus geladen. Dort sollte Inge Anda – die norwegische Ausgabe von Ralf Zacherl (der Frisur nach) – Starkoch und das Non-Plus-Ultra in Sachen leckeres Essen in Südnorwegen – gern auch mal im TV zu Gast – für uns ein 5 Gänge Menü zaubern.

julebord.jpg

Also haben wir (die Zwiebl war auch eingeladen) uns in Schale geworfen und uns auf den Weg (ca. 7,5 min Fußweg) gemacht. Wir waren mächtig gespannt auf diesen Abend – ich ganz besonders, weil ja mein erstes Julebord (die Zwiebl hatte schon 2 nach oben beschriebener Variante A mit Steinerschule und SFO).

Was soll ich sagen … der Abend hat gehalten, was er versprochen hatte. Es war koselig und lecker. Allerdings gab es nur 2 Glas Wein zu trinken (die Gläser hier werden nie leer ;) ) . Und was gabs zu essen? Zunächst eine klassische Skalldyrsuppe mit allerlei Meeresgetier, Ingwer und Curry drin. Da konnte auch ein bekennender KeineKrebseundMuschelnEsser nicht widerstehen (zumal wir kräftig Hunger im Gepäck hatten). Das war sehr lecker und hat kräftig eingeheizt. Anschliessend gabs Kamskjell (Kammuscheln – was mir gerade erst bewusst wird) mit Grünem Spargel und einer Apfel-Zimt Sosse – hmmmmm. Die dritte Runde bestand aus gegrilltem Heilbutt auf in Speck gedünstetem Wirsing … nochmal hmmmmm. Doch bis hierher war alles nur Vorspiel. Zum Hauptgang gabs dann Bambi (so wurde uns hjorte übersetzt – was aber eher Bambis Vater war) auf einem Kartoffel-Sellerie-Püree. War nicht so Zwiebls Ding, aber die hatte sich ja auch schon vorher beim Julebord der Steinerschule den Bauch vollgeschlagen. Ich fands richtig gut … und inzwischen war eigentlich auch in meinem Magen kein Platz mehr.

julebord2.jpg

Aber zum Glück haben wir ja einen Kompottbauch, so dass wir auch das leckere Dessert nicht stehen lassen mussten. Das wäre auch zu schade gewesen – selbst gemachtes Vanilleeis mit Schokoladefondant und Erdbeeren. Einfach lecker und die Zeit ist verflogen … hat man beim Essen gar nicht gemerkt, so dass wir erst gegen 2 Uhr wieder zu Hause waren.

Das war etwas dramatisch, da die Zwiebl um 8 Uhr im SFO auf der Matte stehen musste. Für mich war es ein bissl einfacher, da man den letzten Freitag eigentlich ganz ruhig mit einem traditionellen Julegrøt abschliessen wollte. Und das war erst zum Mittag angesetzt. Ich habe deshalb vorher noch ein bissl gearbeitet. Zum Risgrøt (Milchreis) gabs Julebrause (ein besonders weihnachtliches Krabbelwasser ;) ) und die übriggebliebenen Geschenke aus unserem Ensig-spezifischen Julekalender (spezifisch, da der Kalender 33 Fenster hatte). Eigentlich gehört in den Milchreis eine Mandel und wer die Mandel in seinem Schälchen findet, erhält der Tradition nach ein Marzipangris (Marzipanschwein). Doch da im Büro keine einzelne Mandel aufzutreiben war und niemand ans Marzipanschwein gedacht hat, gabs vom Chef für jeden eine kleines schwarzes Spielzeug aus dem Apple-Shop.

Da hab ich nicht schlecht gestaunt … aber immerhin arbeite ich auch in einem der erfolgreichsten Unternehmen des Landes. denn in einer Ende November veröffetlichten Aufstellung der erfolgreichsten Unternehmen der letzten 3 Jahre landete Ensign auf dem 12. Platz im Rogaland. Das ist nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass hier die größten Ölkonzerne ihren Hauptsitz haben. Deshalb sind die beiden Chefs auch mächtig stolz auf dieses Ergebnis und so haben nun auch die Mitarbeitern ein gutes Stück davon abbekommen. SÅ er det JUL hos Ensign und bis ins neue Jahr wird nicht viel gemacht … da arbeiten nur die Deutschen ;) In diesem Sinne GOD JUL.

2 Kommentare zum Beitrag “SÅ er det Jul hos ENSIGN”

  1. Elke schrieb am 22. Dezember 2007 um 23:12 Uhr:

    Hi, sie kommt spät, aber sie kommt.Bin ich froh, dass ich nicht an diesem Essen teilnehmen musste, denn das klingt für mich nicht wirklich einladend. Der alte Spruch vom Bauern, der das nicht kennt, kommt hier wieder zum Vorschein. Schön, dass es Euch geschmeckt hat. Unser Gänschen lächelt auch schon etwas ängstlich aber schön braun aus der Pfanne. Da muss jetzt ein Vorhängeschloss davor! Gute Nacht Mum.

  2. Gerrit schrieb am 25. Dezember 2007 um 19:12 Uhr:

    Marzl, du schwächelst! Jedes Jahr haste uns ein’n Weihnachtsgruß geschrieben! ;-) Deshalb also einen von uns: Alles Gute fürs neue Jahr, Kraft für alles, was vor Euch liegt … und wie’s in der Werbebranche immer heißt: immer `ne Handbreit Tinte unterm Füller!! Wir verfolgen Deinen Weg übers ganze Jahr, Hut ab vor diesem Schritt!
    Liebe Grüße von Gerrit, Olii und den Mädels!

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