Montag, 28. Januar 2008
Halbjahresbilanz
Nach einem halben Jahr in Norwegen war ich am vergangenen Wochenende für eine kurze Stippvisite in Tyskland. Ich muss gestehen, es war schon ein etwas merkwürdiges Gefühl nach soooo langer Zeit mit dem Flieger wieder in Deutschland zu landen. Aber es war dann doch nicht so fremd, wie ich es befürchtet hatte.
Der Rückflug in die neue Heimat war dann wieder der absolute Hammer. Dieser Anblick – von Kristiansand aus die Südküste entlang bis nach Stavanger ohne das kleinste Wölkchen in der Optik – einfach unglaublich. Das ist so ziemlich das genialste, was man sich denken kann. Leider hatte ich die Kamera zu hause vergessen. Aber das muss man sowieso selber gesehen haben …
Unglaublich ist auch, wie schnell das letzte halbe Jahr vergangen ist – ein halbes Jahr läuft das Abenteuer Norwegen schon – Zeit, für einen kurzen Zwischenreport.

Foto: lillebror
Eigentlich ist es unmöglich, das vergangenenen Halbjahres in wenige Worte zu fassen. Aber vieleicht beschreiben es kjempefint, flott, utrolig und hyggelig am besten. Ich/wir haben uns sehr gut eingelebt und bisher nichts bereut. Die Menschen, mit denen wir es zu tun haben sind durchweg freundlich und der Alltag ist wesentlich entspannter, als er es in Deutschland je war. Der Rhytmus ist ein anderer und damit können wir sehr gut leben.
Bis hierher kann ich nur sagen, die Entscheidung war richtig. Der Jobb macht richtig Spaß, mit den Kollegen verstehe ich mich prächtig (nicht nur sprachlich) und die Aussicht von meinem Arbeitsplatz ist gigantisch. Aber Norwegen hatte außer Arbeit noch einiges mehr für uns zu bieten. Unserer Ausflüge in die Umgebung waren durchweg spannend. Wobei man natürlich immer sagen muss, dass NORWEGEN erst so richtig anfängt, wenn man ein Stück aus Stavanger raus ist. Dort ist es dann aber wirklich traumhaft. Davon konnten sich dann auch die ersten Besucher überzeugen (einige mehr als andere) und vielleicht konnten wir ja auch den einen oder anderen von den Reizen Norwegens überzeugen.
Natürlich gab es auch hier und da die eine oder andere Sache, die suboptimal gelaufen ist. Doch zum Glück sind schon fast vergessen. Es bleibt halt nicht aus, dass bei einem solchen Abenteuern auch mal was nicht 100%ig passt. Aber Dank guter Vorbereitung und norwegischer Gelassenheit sind wir auch da ganz gut durchgekommen.
Somit ist das Halbjahresfazit von unserer Seite durchweg positiv.

Vi flytter til Norge – Take off am 28.06.2007
Seit einem halben Jahr gibt es nun auch schon diesen Blog. Zu Beginn war es für mich eher eine Art berufsbedingtes Experiment und der einfachste Weg, ständig wiederkehrende Fragen und Sammel-Mail-Berichte zu umgehen. Mit der Zeit habe ich jedoch richtig Spaß am Bloggen gefunden. Und so gehört das Baby inzwischen mit zum norwegischen Alltag. Daher finde ich die (wider Erwarten große) Resonanz umso erfreulicher. Denn sowohl die Kommentare als auch die Websitestatistik zeigen, dass der Leserkreis auch über den unmittelbaren Freundes- und Familienkreis hinausgeht. Das freut mich natürlich und motiviert für das weitere Schreiben.
PS.: Bei all den positiven Eindrücken des letzten halben Jahres ist es mir jedoch wichtig zu sagen, dass man auch in Norwegen nix geschenkt bekommt. Es ist nicht das Schlaraffenland, wie es gern in Reportagen des deutschen Fernsehens dargestellt wird. Auch hier muss man für sein Geld arbeiten und regnet weder Broiler noch Pflaumenkuchen.

Gratulerer gratulerer – et halt År i Norge!
Habt vielen Dank für den sowohl schönen, als auch interessanten Bericht!
… und sollte einem etwas in Norwegen in den Mund fliegen, wären das auch eher fiskekaker oder kjøttboller oder mÅker. hihi
Ha det pÅ badet din gamle tomate.
Martin