Sonntag, 02. März 2008

Samstagnacht im Volkshaus

Oh Mann, bin ich kaputt. Das war gestern aber auch ein langer Abend … naja , so lang wars ja eigentlich nicht (bis ca. 2 Uhr) aber ich merke doch, dass ich nix Gutes mehr gewöhnt bin.

Es war mal wieder Samstagabend und nach über einem halben Jahr wars dann auch mal höchste Zeit, sich ins berüchtigte Nachtleben von Stavanger zu stürzen. Und so haben wir uns kurzerhand zu einem Besuch im Volkshaus entschieden. Allerdings heißt das hier Folken und ist eher ein Studentenklub. Aber irgenwann waren wir ja auch mal Studenten und von daher passte das ja wieder ganz gut. Zudem hatte sich für diesen Abend auch noch Bertine angekündigt.

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Foto: geborgt bei NRK.no

Wie ihrt kennt Bertine nicht? Bertine Zetlitz, die ist die norwegische Pop-Prinzessin und wird im Radio rauf und runtergespielt. Von daher hatten wir anfangs befürchtet, dass wir uns bei dem Konzert zwischen einem haufen kreischender Teenies wiederfinden. Diese Befürchtungen wurden jedoch glücklicherweise beim Eintreffen im Konzertsaal nicht bestätigt. Vielmehr fanden wir uns inmitten (vermutlich) gleichaltriger Menschen wieder.

Das Folken hatte in letzter Zeit zumindest in Norwegen einige Berühmtheit erlangt, denn hier fand der Jungfernauftritt der Mathias-Rust-Band im Film “Mannen som elsket Yngve” statt – ein cooler 80er Jahre Filme, der in Stavanger spielt und in den letzten Wochen die norwegischen Kinocharts dominierte – aber das nur am Rande.

Der Saal erinnerte ein wenig an die Linde in Affalter nur eine Idee kleiner (bzw. das Auensee in L.E. – aber da mind. 3 Nummern kleiner) und füllte sich nur langsam. Aber bekanntlich habens ja Norweger nicht so eilig, erst recht nicht am Samstagabend. Irgendwann ging das Licht dann aber doch aus und Bertine legte mit ihren 5 Männern los.

Was soll ich sagen, das Konzert war klasse und die Stimmung prima – viele mehr oder weniger angetrunkene Menschen feierten gemeinsam eine feine Elektropop-Party – und wir mittendrin. Die meisten Lieder waren aus dem Radio bekannt und gingen sofort direkt in die Beine … und irgendwie kamen dabei Erinnerungen an viele tolle Abende mit der schönen Jana (von BB&C und anderen) ;) in der Linde in Affalter auf.

Und weil wir grad so schön in Stimmung waren und der Abend noch jung, dachten wir, wir setzen das ganze fort und feiern noch ein bisschen in der Grotte. Denn im Kellerklub des Volkshauses legte mein Kollege Martin seine besten Elektroplatten auf. Das Ambiente im Klub und die Party waren dann so eine Art Sonnenallee-Disko, nur mit weniger Menschen. Leider hatten sich nicht all zu viele Menschen den Weg zur Elektroststæsj-Party gefunden, was eigentlich ein bisschen schade war, aber egal. Wir haben unsre alten Knochen dann trotzdem noch ein wenig in Bewegung gesetzt, was ich dann heute auch noch merke.

Schliesslich haben wir uns gegen 1 auf den Heimweg gemacht. Der sorgte im Vorfeld für einige Bedenken, denn wie zu hören war geht es des Nachts in der Stadt und den Bussen durchaus sehr turbulent zu. Doch diese Sorgen waren gestern völlig unbegründet – aber villeicht wars auch nur zu früh für Turbulenzen.

Wie dem auch sei, für uns wird der erste Abend im norwegischen Nachtleben sicher nicht der letzte gewesen sein.

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