Samstag, 10. Mai 2008
Überfall bei Nacht und Nebel…
Über eintausend deutsche Turis fielen am frühen Morgen überraschend in Stavanger ein. Doch sie kamen im Frieden (oder besser gesagt in Not). Auf hoher See wurde die Aida Aura von einem Motorschaden heimgesucht. Glücklicherweise war die See ruhig und der Kreuzfahrtdampfer schaffte es in den Hafen von Stavanger, wo er dann völlig unerwartet aus dichtem Nebel auftauchte.
Zufälliger Weise hielten auch wir uns heutemorgen in der Stadt auf, wo wir bis zur Ankuft der Aida Aura auch so ziemlich die einzigen Menschen waren. Mit der Havarie an Bord hatten wir aber nix zu tun! Indianerehrenwort!!! Wir waren vielmehr in anderer Mission unterwegs, aber dazu später mehr.
Das Foto ist damit auch eher ein (glücklicher) Zufall. Der Stopp in Stavanger war wohl so nicht angedacht gewesen. Eigentlich waren die Urlauber auf dem Weg von Hamburg nach Bergen und dann weiter nordwärts an der Westküste Norwegens entlang. Der Halt in Stavanger war erst für die Rücktour (am Freitag) geplant. Und so war die Stadt auch nicht wirklich auf den Besucheransturm eingestellt. Wegen des langen Pfingstwochenendes geht es hier gerade wieder etwas geruhsamer zu Sache, weswegen in Sachen Shopping auch bereits mittags Feierabend war. Doch zum Glück finden gerade in der Kulturhauptstadt die Mai-Jazztage statt und gerade heute fand ein großes Open-Air-Schachturnier am Stadtteich statt. Und nachdem sich der morgendliche Nebel verzogen hatte, präsentierte sich die City auch wettermäßig von der allerbesten Seite.
Da wir wie gesagt selbst unterwegs waren, konnten wir uns nicht als Fremdenführer verdingen. Aber wie im Aftenblad berichtet wurde, hat die hiesige Guidecompany ihr bestes getan, um den Urlaubern einen angenehmen Aufenthalt zu verschaffen. Und so waren die Turis mit dem unverhofften Ausflug auch sehr zufrieden. Auch wenn sich einige ein wenig über hiesige Bekleidungsgewohnheiten irritiert zeigten. So stellte eine Berlinerin fest: “… viele Damen tragen ziemlich verrückte Klamotten. Etwas ähnliches habe ich noch nie gesehen.”
– dem habe ich nix hinzuzufügen!
