Montag, 12. Mai 2008

Pinsetur Teil2

Pfingsten 2008 – Das sind hier die letzten Feiertage vor Weihnachten, welche uns einen freien Tag bescheren. Deshalb hatten wir für den Pfingssonntag eine Tour geplant, auf die wir uns schon lange gefreut haben. Man kann eigentlich nicht im Rogaland wohnen, ohne die wohl beeindruckendste Naturattraktion der Gegend selbst erlebt zu haben. Die Aussicht vom Preikestolen (oder auch Prekestolen).

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Es war fast abzusehen, dass wir an einem heiter-wolkigen Pfingstsonntag sicher nicht die Einzigen sein werden, welche die Idee hatten, sich auf die Wanderung zum Preikestolen zu machen. Doch die Fahrzeugansammlung auf dem Parkplatz übertraf unsere Erwartungen. Tausende von Autos standen da. Fast schien es, als ob alle Norweger auf dem Weg zum Preikestolen waren und es stand zu befürchten, dass für uns oben keiner dieser atemberaubenden Ausblicke auf/in den Lysefjord übrig bleibt. Wir verzagten dennoch nicht und reihten uns in die Menschenmenge ein, welche die 2-stündige Wanderung zur Felskanzel in Angriff nahmen. Wobei “Wanderung” ist in der deutschen Bedeutung des Wortes sicher der falsche Begriff.

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Der Aufstieg zum Preikestolen ist ein recht abenteuerliches Unterfangen – es geht über steile Geröllwände,

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grobe Schotterwege,

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glatte Felstafeln, durch Moore und auf schmalen Pfaden entlang an tiefen Abgründen.

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Zwischendurch gab es fantstische Ausblicke in eine einmalige Landschaft. Was aber mindestens ebenso interessant war, zu beobachten, wie die Leute eine solche Tour in Angriff nehmen. Einem Teil der Wandergesellschaft war anzusehen, dass sie sich im feinen Zwirn auf dem Sonntagsausflug befanden, während andere im Sportdress den Aufstieg im eiligen Laufschritt absolvierten.

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Unser Tempo war, von der Zwiebl vorgegeben, recht ordentlich. Nach gut 1,5 Stunden waren wir mit einigen Verschnauf- und Fotopausen am Ziel. Dort zeigte sich dann, dass Einweggrills wohl eine norwegische Erfindung sein müssen. Denn auf der voll belegten Felskanzel wurde gegrillt, was das Zeug hielt. Kaum ein Quadratmeter Fels, auf dem nicht mindestens ein Grill zu finden war. Leider zeigte sich auch, dass es nicht alle Norweger mit der Umweltliebe so sehr ernst nehmen, denn leider wurden auch unglaublich viele dieser Aluschalen einfach abgebrannt zurückgelassen.

Auch wir machten natürlich erstmal ausgiebig Pause und stärkten uns mit mitgebrachten Schnittchen, Obst und Tee (die Tourschokolade hatten wir vergessen). Das hatten wir uns wirklich verdient. Nachdem wir wieder einigermaßen zu Kräften gekommen waren, konnten wir uns endlich dem Ausblick widmen. Diesen zu beschreiben ist unmöglich.

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Von der Spitze der Felskanzel geht es über 600m in die Tiefe. Und wenn man bedenkt, dass das ganze Areal offen, d.h. nicht mit irgendwelchen Absperrungen gesichert ist, dann kann es einem beim Blick über den Rand schon ein wenig anders werden. Zudem kann man nur hoffen, dass sich all die Menschen vernünftig verhalten und keiner zu irgenwelchen schnellen, unkoordinierten Bewegungen neigt ;)

Aber auch ein paar Meter vom Rand weg, hatte man einen unbeschreiblichen Ausblick auf den Lysefjord und die umliegenden schneebedeckten Gipfel. Diesen Anblick haben wir dann auch ausgiebig genossen. Doch wo man hoch gestiegen ist, muss man auch wieder runter. Außerdem mussten wir Platz machen für die nächsten Wanderer, welche stolz waren diesen Aufstieg gemeistert zu haben und sich den einzigartigen Ausblick ebenso verdient hatten.

Der Rückweg war ähnlich beschwerlich und schweißtreibend wie der Aufstieg, weswegen wir auch hier einige Pausen einlegten.

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Nach wiederum knapp 1,5 Stunden waren wir wieder am Auto. Die Beine waren schwer, die T-Shirts durchgeschwitzt, die Füße qualmten und die Arme waren ziemlich verbrannt – aber die Tour war trotzdem unglaublich schön. Die haben wir sicher nicht zum letzten Mal gemacht … die nächsten Besucher sollten sich also schonmal frisch machen ;)

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Ein beeindruckendes Bauwerk – die Lysefjordbrücke am Eingang zum Lysefjord

2 Kommentare zum Beitrag “Pinsetur Teil2”

  1. krauß schrieb am 14. Mai 2008 um 20:05 Uhr:

    Hi, wenn Ihr denkt, Ihr könnt uns abschrecken, dann habt Ihr Euch aber geschnitten. Ein Indianer kennt keinen Schmerz und bei uns alten gelernten Erzgebirglern ist das auch nicht anders. Mum

    Antwort: Da is ja jemand mächtig mutig … und ich mächtig gespannt ;)

  2. Frank schrieb am 19. Mai 2008 um 20:05 Uhr:

    Hallo ihr zwei,
    war ein schöner Ausflug den ihr gemacht habt. Ist der Kinderwagen gerecht ausgebeaut?
    Grins…
    Super Bilder
    Grüßle von den Dresdnern

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