Sonntag, 15. Juni 2008

MÅna, mÅna …

Herregud, schon wieder ist eine Woche um, die Zeit vergeht und der Sommer scheint sich schon wieder verabschieden zu wollen. Die letzte Woche war ziemlich vollgepackt mit Arbeit, Norwegischprüfung, Ensign-Sommerfest, Schiffe gucken und natürlich jeder Menge Fußball, so daß ich noch gar nicht dazu kam, über unsere samstägigen Tour ins MÅnadal zu berichten.

Bevor die EM starteten konnte, mussten wir den vorerst letzten Sommertag zu einem Ausflug ins Grüne nutzen. Ich hatte schon von einigen gehört, dass Wanderungen im MÅnadal mit seinem 90 Meter hohen Wasserfall (Manafossen) sehr schön sind. Und so haben wir uns kurzerhand ins Auto gesetz und sind knapp eine Stunde südöstlich nach Frafjord gefahren, wo der Aufstieg ins Tal beginnt. Tal? Aufstieg? Das ist schon ganz richtig, denn die Tour beginnt wie gewöhnlich mit einer argen Kraxelei. Über Geröllpisten und steile Felswände ging es, unterstützt von Ketten und einigen gewagten Treppen/Leiterkonstruktionen steil bergauf.

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An dieser Stelle beantwortet sich auch die Frage von Frank R. aus D. nach der Kinderwagentauglichkeit der “Wanderwege”. Diese muss ich nach unseren Erfahrungen mit einem klaren Nein beantworten. Ausgebaute Wanderwege, wie man sie aus Deutschland kennt, gibt es hier nicht … zumindest haben wir noch keinen gefunden.

Das ursprüngliche Ziel unserer Tour – den Wasserfall – hatten wir nach knapp 20 Minuten klettern erreicht. Der Anblick war beeindruckend.

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Aber natürlich konnten wir uns nach einer so kurzen aber dennoch heftigen Tour nich schon wieder auf den Heimweg machen. So beschlossen wir, weiter ins MÅnadal vorzudringen. Dieses erstreckt sich jedoch oberhalb des Wasserfalls. Deshalb mussten wir auch noch ein gutes Stück bergauf über Stock und Stein kraxeln. Doch diese Mühen haben sich auf jeden Fall gelohnt.

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Inzwischen hatten sich die anderen Wanderer verabschiedet, sodaß wir ziemlich allein in dieser malerischen Landschaft waren. Nur wir, massive Bergwände, Birkenwald, ein rauschender Fluß und das Singen der Vögel – einfach Natur pur.

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Und so konnten wir einfach nicht anders, als dem Fluss zu folgen und immer tiefer ins MÅndal vorzudringen. Ein Weg war nicht mehr erkennbar. Vereinzelt wiesen uns kleine rote T’s die Richtung. Über Wiesen, durch Wälder … hier und da mussten wir verschnaufen, um uns zu stärken und den herrlichen Ausblick und die Sonne zu geniessen.

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Ab und zu versperrten natürliche Hindernisse den Weg. Diese zu überwinden erforderte manchmal Mut (besonders wenn man in die eisigen Fluten steigen musste) und Kletterkunst. Aber genau das macht den Reiz des wildromantischen MÅnadals aus.

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Schliesslich gelangten wir nach gut 2stündiger Wanderung zum MÅnavatne, einem herrlich gelegenen Bergsee, welcher zum Baden einlud. Die Sonne knallte vom wolkenlosen Himmel und eine Abkühlung kam uns sehr gelegen. Allerdings war bei den Knien Schluss. Denn ganz offensichtlich wurde der See vom Schmelzwasser der umliegenden Berggipfel (welche zum Teil noch weiß in der Sonne strahlten) gespeist. Das Wasser war glasklar und ui jui jui … eiskalt.

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Und so beließen wir es bei einem Fussbad, verzehrten unser Lunchpaket und lauschten dem Kuckuck. Einfach herrlich diese Ruhe und Natürlichkeit – genau das Richtige zur Mittagspause.

Ein Weilchen später machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Schliesslich stand die Eröffnung der Fussball-EM auf dem Plan und die wollte ich keinesfalls verpassen – Natur hin oder her ;)

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Auf der Rückfahrt von Frafjord nach Sola bot sich nochmal ein herrlicher Fjordblick und wir bedauerten ein bisschen, das wir kein Cabrio hatten. Unser Möhrchen hatte sich gut aufgeheizt und das Außenthermometer zeigte 28°C. Doch spätestens als wir den 3,8 Kilometer langen Frafjordtunnel passierten waren wir froh, dass wir ein festes Dach über dem Kopf hatten. Denn im Tunnel fiel die Temperatur innerhalb von wenigen Metern schlagartig von 28 auf 11 Grad. Huaaaaa!!!!

Gerade rechtzeitig zum Anpfiff fuhren wir wieder zu Hause vor. Dummerweise nahm das Spiel nicht den von mir getippten Ausgang – wie überhaupt die wenigsten Spiele bei dieser EM … es läuft für mich bei meinem kleinen Tippspiel nicht ganz so prächtig. Aber dafür habe ich die Eindrücke der traumhaften Umgebung, und die entschädigen schon ein wenig für den Tippspielfrust ;)

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