Montag, 15. September 2008

Etappe 4 – wo ist der Elch?

Tag 4 unserer Reise gen Norden begann einmal mehr mit strahlendem Sonnenschein … wir sind eben echte Sonnenkinder ;) Nach ausgiebigem Frühstück machten wir uns zunächst in Narvik auf die Suche nach jahrhunderte alten Felszeichnungen. Doch außer mehreren Krigsminnern (Mahnmalen) wurden wir nicht fündig. Das war aber nicht weiter schlimm, denn der Ausflugsplan für jenen Tag war gut gefüllt.

d4_01.jpg Und so folgten wir der E6 nordwärts und den Hinweisen unseres analogen Reiseleiters zum Bootsmuseum in Gratangen. Ein wirklich liebevoll eingerichtetes kleines Museum mit Wissenswertem über Boote und den Fischfang im Norden. Wir waren ganz sicher die ersten Besucher an jenem Tag, aber vermutlich auch die Einzigen. Denn wenn man nicht ausdrücklich vom Reiseführer darauf hingewiesen wird, kann man die entscheidende Abfahrt leicht übersehen.

Wieder auf dem rechten Weg folgten wir der E6 weiter Richtung Norden. Über Bergemassive, Hochebenen, durch Tunnel und dichte Wälder … Irgendwo zwischen zwei Bäumen gings dann mal rechts ab zum nördlichsten Tierpark der Welt – dem Polarzoo bei Fossbakken. Hier kann man einheimische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Vorausgesetzt man hat ein wenig Geduld, die Bewohner in ihren sehr großzügigen Freigehegen aufzuspüren.

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Der Park ist wirklich eine hübsche Anlage und auch landschaftlich sehr schön gelegen. Die Tiere wiederum – Elche, Bären, Wölfe, Rentiere, Moschus-Ochsen, Luchse, Vielfrasse – sind eigentlich relativ groß. Aber hier erhalten haben sie soviel Platz, dass sich selbst die größten Burschen gut verstecken können.

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Wir jedoch, als geübte Pfadfinder und Jäger, haben uns davon nicht ins Boxhorn jagen lassen … haben uns angepirscht und … alle Tiere erwischt.

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Wirklich alle? Naja nicht ganz … der Elch blieb trotz aller Bemühungen unsichtbar. Und so schwanden unsere Hoffnungen, einen echten Elch mal leibhaftig zu sehen. Doch glücklicherweise konnten wir auf all die anderen Bewohner des Nordens einen mehr oder weniger intensiven Blick werfen. Manch eines dieser possierlichen Tierchen lies sich nur kurz blicken wie Vielfraß und Wolf, andere räkelten sich vor der Linse.

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Familie Luchs hatte sogar die Kinderchen zum Spielen rausgeschickt und die waren natürlich ganz “verzückt”, als sie unseren beiden Begleiter sahen, zwei neugierige und zuckersüße Katzenkinder. Ein herrliches Schauspiel.

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Doch auf der Jagd nach wilden Tieren geht die Zeit leider sehr schnell ins Land und wir hatten noch ein gutes Stück Weg vor uns. Deshalb verabschiedeten wir uns rasch von unseren Mitstreitern, stärkten uns kurz im Polar-Café und kehrten zurück auf die Straße. Immer weiter in Richtung hohe Berge, Schnee und Eis …

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Schließlich kamen wir an den MÅlelv, welcher sich hier besonders schön durch dieLandschaft schlängelt, um sich dann wild tossend in die Tiefe zu stürzen. Da mussten wir natürlich nochmal stoppen – soviel Zeit musste sein

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Danach gings weiter durch die einsame, endlose aber wunderschöne Landschaft. Es war so ein bisschen wie eine Fahrt in die Rockies, wie man sie aus diversen Filmen kennt … endlose Straßen durch tiefe Wälder, im Hintergrund verschneite Berggipfel mit dem Ziel – eine einsame Berghütte in der dann meist Schreckliches geschieht.

Ganz so dramatisch war unsere Reise durch die Norwegische Wildnis dann doch nicht, zumindest war unser Ziel keine Hütte in den Bergen, sondern das Thon-Hotel Polar mitten in Tromsø. Dort war es dann auch nicht wirklich einsam, aber das Hotel hätte durchaus auch als Kulisse für den ein oder anderen Kriminalfilm dienen können. Gemütlich ist wirklich anders. Und da es nichtmal planmäßig was zu Essen gab, war dieses Erlebnis ein wenig ernüchternd … an einem wunderschönen Tag.

Bewertung: :-( :-( :-(

Bei einem nächtlichen Spaziergang durch die Stadt, welche gerne 2018 die Olympischen-Winterspiele ausrichten möchte, konnten wir uns dann davon überzeugen, dass nicht die gesamte Stadt zum gruseln ist. Da findet man echt ein paar architektonische Perlen … das Rathaus und die Bibliothek, das Rica Ishavhotell und natürlich die Eismeerkathedrale.

Leider war es schon dunkel und so mussten wir die auführliche Stadtbesichtigung auf ein anderes Mal verschieben. Denn wenn man nicht gerade im Thon-Hotel nächtigt, ist Tromsø sicher einen ausführlicheren Besuch wert.

weitere Infos: http://www.destinasjontromso.no/

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