Dienstag, 02. Juni 2009
[UPDATE:] Komm lieber Mai …
… oder doch lieber nicht. Wassn Monat?! Fast möchte ich sagen, endlich isser vorbei – der Mai. Der hatte in diesem Jahr wirklich einiges zu bieten. Eine muntere Berg- und Talbahn. Los gings schon am ersten Mai mit einer zünftigen Talfahrt.

Bei feinstem Wanderwetter waren wir aufgebrochen, um uns auf den ersten richtigen Gipfel des Jahres zu kämpfen. Doch daraus wurde leider nix. Auf halbem Weg machte unser kleiner Indianer Schlapp … irgendwo in der Pampa, so dass uns die Vikinger (sowas wie der gelbe Engel) huckepack zur nächstgelegenen Werkstatt brachten. Doch damit nicht genug. Da Kfz-Werkstätten hierzulande an Samstagen nicht geöffnet haben, konnte die Ursachensuche erst am darauf folgenden Montag beginnen – Ergebnis: Irgend ein Sensor hatte sich verabschiedet und der musste bestellt werden … dauerte 3 Tage. Weil aber die Zwiebl jeden Tag von Schule zu Schule tingelt und ohne Fahrzeug ziemlich aufgeschmissen ist, mussten wir uns einen Mietwagen nehmen, was (zusätzlich zur Werkstattrechnung) ein nicht ganz preiswertes Vergnügen ist. Aber was solls: 3 Tage und etliche Kronen später konnte unser kleiner Indianer seine Pferdchen wieder auf die Straße jagen.
Unglücklicherweise war dies nicht sein letzter Zwischenstopp in der Werkstatt. Wenige Tage später gabs einen Schubser von hinten. Schreck! Doch unser Apache hat sich nach Leibeskräften gegen den Angreifer von hinten gewehrt, hat ihm einen Hieb vor den Bug gegeben und blieb selbst unverletzt
.

Mal abgesehen von diesen nervigen “Aufregern” und jede Menge Arbeit auf Arbeit, gabs auch lichte Momente. Ganz vorn natürlich der überragende Grand-Prix Triumph. Das war so ziemlich das größte, was Norwegen erlebt hat (nach dem 1:0 Sieg gegen Deutschland in Düsseldorf). Mit einem historische Ergebnis hat der kleine Geiger das geschafft, was Napoleon und der Ösi (der mit dem Schnauzer und dem komischen Scheitel) nicht geschafft haben: Russland erobern (O-Ton: Synnøve Svabø – GP-Kommentatorin beim NRK
) . Und das alles am Vorabend des Nationalfeiertages … Hammer!!!
Meine Vermutung, dass beim morgentlichen Fahnenapell Rybak’s “Farytale” anstatt der Nationalhymne gespielt wurde, haben sich aber dann doch nicht bestätigt. Vielmehr hat sich die Alexomania recht schnell gelegt … puh … dafür gabs tagelang Diskussionen was man denn von den verbalen Ausfällen der NRK-Moderatorin (u.a. frei übersetzt:”ich mach mir ein … sch… und es sind drei Treppen bis zum Klo”) halten muss, ob man denn im nächsten Jahr nicht wenigstens ebensoviel Geld ausgeben müsse wie die Russen und wo man denn überhaupt das große Finale im nächsten Jahr abhalten könnte. Gerade bei Letzterem entbrannte wieder mal ein verbaler Krieg zwischen Nord und Süd, West und Ost. Letztendlich wird (wie eigentlich nicht anders zu erwarten) die Hauptstadt Oslo Gastgeber für das Grand Prix-Finale im nächsten Jahr sein.

Aber für uns gab es dann noch ein bissl mehr zu feiern. So gab es zu Himmelfahrt nach knapp 2 Jahren ein Wiedersehen mit zwei guten alten “Hauslatschen”. Zum Glück sind die Tage im Mai schon recht lang so dass genug Zeit blieb mit Myschka und Ung ausgiebig zu tratschen, zu lachen und zu blödeln. Nebenbei erhielten sie einen kleinen Einblick in die landschaftliche und meteorologischen Vielfalt der Gegend. Besonders die 600 Meter freier Ausblick vom Preikestolen nach unten ließen manches Touristen-Herzl ein bisschen schneller schlagen
 Ich hoffe aber, der Kurztrip nach Norden hat sich für die beiden gelohnt und wird bei Gelegenheit wiederholt. Wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß. Takk Myschka! Takk Ung!

Und weil man von der Feierei nie genug kriegen kann, gabs abschliessend noch ein verlängertes Pfingswochenende. Das haben wir zumeist mit Freunden bei Kaffee und Kuchen oder Grillmat (Leckereien vom Grill) auf Mini-Tour und der Terrasse verbracht.
Damit hat es sich dann hierzulande mit den Feiertagen zumindest bis Weihnachten erledigt. Nix mehr frei =( Aber deshalb sind hier wohl (zumindest im Sommer) die Tage etwas länger – derzeit macht Klärchen lediglich zwischen 23:00 und 3:00 ein Nickerchen.

Danke an die Kamerakinder Myschka und Ung
Rein wettertechnisch war der Mai der reinste April. Dem sommerlichen Start folgten mehr als wechselhafte Tage mit Sturm Regen und Hagel bei zeitweise eisigkalten 5°, um schließlich hochsommerlich (knapp 30° ohne Wind) an den Juni zu übergeben. Ein turbulenter Monat ist vorüber und nun gehts straff auf den Sommer zu! Ich freu mich auf noch längere Abende am Strand oder auf der Terrasse, mit Grillpølser und einem kalten Øl.

hehe, synøve svabø war ja wohl echt nicht zu ertragen. wir mussten umschalten. das ging ja echt nicht mehr. mit dem auto ist ja echt mist. habt nix nav oder so? oder hilft das in solchen fällen nicht?
hoffen wir mal das der eisige nordwind sich bald wieder verzieht. es könnte ja sooo schön warm sein, aber derzeit holt man ja schon fast die mütze wieder aus dem schrank.
grüss aus bryne (bzw. gerade sitz ich in sandnes fast in in sichtweite
).
M
@Markus: Ohja es windet gerade recht kräftig. Aber solange Klärchen dazu strahlt, ist das nicht so schlimm. Muss ja zum Glück nicht mit dem Rad zum Job
Was das Auto angeht, so sind wir beim KNA. Hilft beim Abschleppen aber nicht in Sachen Mietwagen…Synd, men sÅnn er det bare!
Gruß zurück nach Jääärn