Dienstag, 29. Dezember 2009
Oh du fröhliche …
… Weihnachtsreisezeit. Hier war, wie bereits beschrieben, kurz vor Weihnachten der Winter so richtig ausgebrochen – alles weiß. Doch schon bald sollten wir die dunkle Seite des Winters kennenlernen.

Am Montag brachen wir zu unserer Weihnachtstournee nach Deutschland auf. Beim morgentlichen Online-Checkin ereilte uns die “frohe” Kunde, dass der Flieger erst eine halbe Stunde später abheben wird … nun gut, das war nicht weiter schlimm. Hatten wir noch ein bisschen mehr Zeit, die mit Geschenken vollgepackten Koffer durch den Schnee zur nächstgelegenen Bushaltestelle zu bewegen. Bis zum Flugplatz lief alles wie geschmiert … keine Wartezeiten – perfektes Timing. Doch dann am Airport der erste Schock: die halbe Stunde Verspätung wird wohl eher eine ganze werden … OK, was soll’s, keine Panik. Gepäck aufgeben, Sicherheitscheck und dann erstmal stärken – immerhin war das Frühstück schon lange her.
Und wie wir so warten … uns die Zeit mit Lesen und iPhone-Spielereien (kleines Firmenpräsent zur Weihnacht) vertreiben … verschiebt sich die Startzeit immer weiter. Von 13:30 auf 14:10, dann auf 14:45 und schließlich 15:20 Uhr. Ehe wir abheben ist es kurz vor 16:00 Uhr. Dumm nur, dass wir schon 17:10 Uhr ab Frankfurt nach Leipzig fliegen sollten. Von dort trennten uns jedoch noch gut 1,5 Flugstunden. Also blieb uns nur, auf mächtig Rückenwind zu hoffen.
Mal abgesehen davon, dass wir wie auf Kohlen saßen, war der Flug recht angenehm. Schließlich landeten wir 17:20 Uhr in Frankfurt. Natürlich parkte der Flieger auf der äußersten Außenposition des Flughafengeländes, so dass wir noch in den Genuss einer endlos erscheinenden Busrundfahrt über den Frankfurter Flughafen kamen. Am Terminal B angekommen, folgte ein kurzer Sprint die Treppen hoch, ca. 2 Etagen, um dann erleichtert an der Anzeigetafel zu lesen, dass auch der Leipzig-Flieger mit Verspätung startet – neue Zeit: 17:50 // Aktuelle Zeit: 17:35 Uhr. Hieß für uns eine Viertelstunde Zeit, um vom Terminal B zum Gate A25 zu gelangen. Aus Erfahrung wussten wir, was das heißt: Treppen 3 Etagen runter, einen ca. 2 km langen gang unter dem Flughafen durch, Treppen 3 Etagen hoch und dann nur noch gefühlte 5 Kilometer bis zum richtigen Ausgang. Das alles in 15 Minuten. Zum Glück sind wir beide in absolut bestechender Form
Angespornt vom allerletzten Aufruf für alle Fluggäste nach Leipzig (erreichte uns etwa auf halber Strecke) erreichten wir Ausgang A25 gerade als die nette Dame von der Lufthansa die Tür zum Ausgang zumachte.
Schwer pustend schaffte ich es gerade noch, so mitleidig zu schauen und die Zwiebl lautstark über den Gang anzufeuern (nein, wir waren keineswegs allein auf dem Flugplatz, aber bestimmt die lautesten), dass die nette Lufthansa-Lady meinte: “Ich hab sie zwar gerade gestrichen, aber wir kriegen das noch hin.” JEAAAAHAAA!
Also fix rein in den Bus und zum Flieger, welcher kurioser Weise 2 Parklücken neben unserem Flieger aus Stavanger auf uns wartete. Wir saßen noch gar nicht richtig, als es auch schon losging. Uff, erstmal durchschnaufen und dann bei der Boyband (3 männliche Stewardessen/Saftschubser/Flugbegleiter) 2 kalte Bier bestellt – nun konnte Weihnachten losgehen.
Dachten wir – genau bis zur Gepäckausgabe, denn die spuckte, wie schon fast zu erwarten war, unsere Koffer nicht mit aus. Pech also für die, welche Weihnachtsgeschenke aus dem Norden erwarteten. Die Damen an der Gepäckermittlung in Leipzig waren dann auch nicht wirklich überrascht, denn irgendwie waren wir nicht die einzigen, die ohne jedes Gepäck aus Frankfurt kamen.
Von Leipzig aus gings dann mit Privat-Chauffeur und sehr leichtem Gepäck ins Erzgebirge … leicht beschneit und kräftig beleuchtet … so wie es zu Weihnachten sein soll.
Die Feiertage waren dann auch sehr angenehm und weihnachtlich, mit der ganzen Familie, ein paar alten Freunden und jeder Menge Leckereien … ein klein wenig problematisch war lediglich die Wäschesituation
Aber auch das klärte sich, denn pünktlich zur Bescherung tauchten auch unsere Koffer wieder auf – mit allen Geschenken und Wechselwäsche – Weihnachten war gerettet. ENTE GUT … alles gut

Auf dem Rückflug am Sonntag konnten wir dann die verlorengegangene Wartezeit in Frankfurt nachholen – der ursprüngliche Flug wurde umgebucht, so dass wir schon 3 Stunden früher in FRA waren … hieß 5 Stunden Aufenthalt … nicht wirklich viel angenehmer als 5 Minuten aber immerhin kamen wir planmäßig kurz vor Mitternacht im winterlichen Stavanger an (und tags darauf gings pünktlich zur Arbeit).
SVG – FRA – LEJ: Ein kleines Abenteuer – In diesem Sinne GUTEN RUTSCH!
